Kieler Spendenparlament verteilte über 31.500 Euro an 13 soziale Projekte

Das Kieler Spendenparlament verteilte gestern (16. Juni) insgesamt 31.580 Euro an 13 soziale Initiativen aus der Landeshauptstadt. Über die finanzielle Förderung der einzelnen Projekte stimmten die Mitglieder des Kieler Spendenparlaments gemeinsam in einer öffentlichen Sitzung im Ratssaal der Landeshauptstadt Kiel ab. Das Parlament versammelt sich dreimal im Jahr, um soziale Projekte finanziell zu unterstützen.

„Bereits in der ersten unserer drei Förderrunden in diesem Jahr verteilten wir insgesamt 30.000 Euro an 18 Projekte. Somit sind es schon über 60.000 Euro Förderung in 2026. Wieviel Geld wir vergeben können, hängt von den eingehenden Spenden ab. Daher freuen wir uns über jede Spende und jedes neue Fördermitglied. So können wir weiterhin gemeinsam viele regionale Projekte fördern“, teilt Frank Meier, Vorstandsvorsitzender des Kieler Spendenparlaments, mit.

Einschließlich der neu genehmigten Anträge förderte das Kieler Spendenparlament seit Gründung im Jahr 2014 bereits über 360 Projekte mit rund 760.000 Euro. 

In der aktuellen Förderrunde fließen unter anderem rund 5.000 Euro an das Suchthilfezentrum Kiel, deren Angebot sich an Kinder, Jugendliche und Familien richtet, die durch eine elterliche Suchterkrankung belastet sind. Die Förderung dient einer einwöchigen Ferienfreizeit in den Sommerferien für die bei „HiKiDra“ angebundenen Familien. Ziel ist es, die insbesondere sozial benachteiligten Familien in ihren vorhandenen Ressourcen zu stärken und gemeinschaftsstärkende Erfahrungen in der Kooperation mit den anderen teilnehmenden Familien zu schaffen.

Weitere 4.800 Euro erhält die Zentrale Bildungs- und Beratungsstätte für Migrant:innen e.V. (ZBBS e.v.) für das Projekt „Digitale Teilhabe für alle!“. Die Kurse richten sich an Menschen mit Fluchterfahrung, insbesondere an geflüchtete Frauen in Kiel-Gaarden, die aufgrund fehlender Zugänge zu digitalen Medien, Sprachbarrieren oder mangelnder Vorerfahrungen nur über geringe digitale Kompetenzen verfügen. Dies erschwert die gesellschaftliche Teilhabe sowie den Zugang zu Bildung, Behörden, Arbeitsmarkt und wichtigen Alltagsinformationen.

Die Mitglieder des Spendenparlaments gaben auch ihr Go für 930 Euro, die das Projekt „Rückbildungskurs für Sternenkindmütter inklusive Trauerbegleitung“ vom VESH – Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister SH e.V. unterstützt. Ziel ist es, Frauen, die ihr Kind während der Schwangerschaft oder bei der Geburt durch Tod verlieren, einen geschützten Rahmen für die körperliche Rückbildung zu bieten, um der Konfrontation mit jungen Müttern und deren lebenden Babys aus dem Weg gehen und in einem angemessenen Raum trauern zu können. Auch die Väter der verstorbenen Kinder sollen in diesem Rahmen die Möglichkeit des Austausches und der Hilfestellung zur Trauerbewältigung bekommen.

Die restlichen rund 21.000 Euro verteilen sich auf weitere 10 soziale Projekte, die die Lebensbedingungen bedürftiger Menschen in der Region verbessern.

Das Kieler Spendenparlament bietet allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen eine lokale Plattform, um soziale und wohltätige Organisationen bei der Durchführung von konkreten Projekten zu unterstützen. Die Spenden fließen zu 100 Prozent in Maßnahmen in Kiel, die die Finanzkommission des Kieler Spendenparlaments prüft und dem Parlament zur Genehmigung vorlegt.

Im Kieler Spendenparlament versammeln sich verantwortungsvolle Menschen aus der Region und stimmen transparent und gerecht über die Vergabe aller eingehenden Spenden ab. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus der Region können für eine Jahresspende von mindestens 80 Euro Fördermitglied werden.

Presseinformation •

Das Kieler Spendenparlament kam gestern (16. Juni) im Ratssaal zusammen und verteilte insgesamt 31.580 Euro an 13 soziale Initiativen aus der Landeshauptstadt.

Das Kieler Spendenparlament kam gestern (16. Juni) im Ratssaal zusammen und verteilte insgesamt 31.580 Euro an 13 soziale Initiativen aus der Landeshauptstadt.